EU-Geldwäschepaket
Deutlich höhere Anforderungen an Aufsicht, Statistik und die Kooperation mit der AMLA, der A-FIU und anderen Behörden.
Servicestelle Geldwäscheprävention
Die Vorbereitungen für die neue Servicestelle Geldwäscheprävention haben begonnen. Ein zentrales Projekt ist ein Know Your Customer- (KYC-) und Client Onboarding-System, das die gesetzlichen Sorgfaltspflichten gegenüber Mandantinnen und Mandanten risikobasiert unterstützt.
Umfrage-Frist: 15.9.2026
Die Vorbereitungen für die neue Servicestelle Geldwäscheprävention der österreichischen Rechtsanwaltschaft haben bereits begonnen. Sie fungiert als fachliche Kompetenz-, Koordinations- und Unterstützungsstelle für die Prävention von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Proliferationsfinanzierung und der Nichtumsetzung bzw. Umgehung gezielter finanzieller Sanktionen. Ihre wesentliche Aufgabe ist die Unterstützung bei der praktischen Umsetzung des risikobasierten Ansatzes.
Deutlich höhere Anforderungen an Aufsicht, Statistik und die Kooperation mit der AMLA, der A-FIU und anderen Behörden.
Verbesserungsbedarf bei der risikobasierten Aufsicht, den Datengrundlagen und der einheitlichen Umsetzung der Pflichten.
Die Servicestelle unterstützt die Rechtsanwaltskammern dabei, diese Anforderungen mit einem risikobasierten, datengetriebenen Aufsichts- und Unterstützungssystem zu erfüllen – und entlastet gleichzeitig Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte bei der Wahrnehmung ihrer Sorgfaltspflichten.
Für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte verschiebt sich der Schwerpunkt weg von der rein formalen Erfüllung der Sorgfaltspflichten hin zu deren nachweisbarer Wirksamkeit:
Risikoanalysen sind zu vertiefen, damit der risikobasierte Ansatz vollumfänglich zur Anwendung gelangt.
Mandatsannahmen müssen risikobasiert begründet und dokumentiert werden.
Konsequent und risikobasiert für alle Mandantinnen und Mandanten, allenfalls die Gegenparteien und wirtschaftlich Berechtigten – mit verstärkter Sorgfalt in Hochrisikokonstellationen und vollständiger Dokumentation.
Das frühzeitige Erkennen rückt in den Mittelpunkt, damit Verdachtsmeldungen effizienter umgesetzt werden können.
Ein zentrales Projekt der Servicestelle ist die Bereitstellung eines praxisnahen, abgestimmten und kostengünstigen KYC-Systems für die Kollegenschaft – risikobasiert, rechtssicher und transparent.
Das ins Auge gefasste System soll den gesamten Prozess der Mandatsaufnahme und laufenden Geschäftsbeziehung strukturieren und Klientinnen und Klienten sowie Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte durch die gesetzlich vorgesehenen Abläufe führen.
Wir möchten Sie frühzeitig in die Konzeption des KYC-Systems einbinden: Ihre Ideen, praktische Vorschläge für Funktionen, Workflows und Schnittstellen sowie Erfahrungsberichte aus dem Kanzleialltag sind uns sehr willkommen. Ihre Beiträge sollen sicherstellen, dass sich die Lösung an den tatsächlichen Bedürfnissen von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten orientiert.
Bitte nehmen Sie bis zum 15. September 2026 teil.